Offener Treff für junge Menschen mit MS

Am 29. August 2017 findet wieder unser offener Treff für junge Menschen mit MS im Bolero Rotherbaum statt. Dort können Sie in lockerer Atmosphäre über die Fragen und Themen sprechen, die Sie gerade beschäftigen.

Zum Beispiel: Wie gehe ich mit der MS um? Wie kann ich mich gegenüber Angehörigen, Freunden oder dem Arbeitgeber verhalten, wenn es wegen der Erkrankung zu Schwierigkeiten oder Konflikten kommt? Weitere mögliche Themen: Aktuelle Therapien, Krankheitsverläufe der MS, Familienplanung, Ernährung und Sport. Profitieren Sie von den Erfahrungen und Gedanken der anderen und unterstützen Sie sich gegenseitig!

Wer will, kann Freunde, Partner oder Angehörige mitbringen. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein rechtzeitiges Erscheinen aller Teilnehmer einen guten Start ermöglicht.

Termin: Dienstag, 29. August 2017, 18-20 Uhr
Ort: Bolero Rotherbaum, Rothenbaumchaussee 78

Rollstuhltraining/Präventionskampagne „sicher mobil“

Diese Veranstaltung am 2. September richtet sich sowohl an Menschen mit MS,
die schon mit einem Rollstuhl versorgt sind als auch an solche, die noch nicht oder
noch nicht ständig
auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Willkommen sind auch Professionelle, Familienangehörige und alle, die den Betroffenen im Alltag unterstützen.

Das Ziel der Kampagne „sicher mobil“ ist die Förderung der sicheren Mobilität von Rollstuhlnutzern. Gerade für Menschen, die ganz oder teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist Mobilität in unserer Gesellschaft die Voraussetzung für die Teilhabe am Berufsleben und am gesellschaftlichen Leben. Das Seminar wird inhaltlich an die Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst. Die Kampagne umfasst die folgenden wählbaren Inhalte:

  • Anleitung zum gesundheitsbewussten Helfen und Assistieren
    wie Heben,
    Tragen und Transfers
  • Bedeutsame Aspekte zur Rollstuhlversorgung/
    Wie bekomme ich den
    Rollstuhl, der zu mir passt
  • Rollstuhlfahrtraining mit praxisorientierten Teststrecken (Rollstuhlparcours)

„sicher mobil“ ist die gemeinsame Präventionskampagne der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes.

Leitung: Deutscher Rollstuhl-Sportverband e. V.
Termin: Samstag, 2. September 2017, von 10 – 15.30 Uhr (mit Pause)
Ort: Sporthalle des BG Klinikum Hamburg, Bergedorfer Strasse 10, 21033 Hamburg
Teilnehmerbetrag: 30 Euro
Bitte fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, ob Sie einen Zuschuss erhalten.
Teilnehmerzahl: 10 – 14
Anmeldung: per Mail an info@dmsg-hamburg.de

Nur für DMSG-Mitglieder!

7. Harburger MS-Tag am 2. September

Am Samstag, 2. September veranstaltet die Asklepios Klinik Harburg zum siebten Mal einen MS-Tag. Von 9.30 bis 13 Uhr gibt es Vorträge zu den Themen:

  • Immunmodulatorische Therapie der MS
  • MRT-Bilder bei MS
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • MS und Lifestyle

Für die DMSG Hamburg wird Roswitha Kiers, Peer Counselerin und Mitglied des Selbsthilfebeirats, ein Grußwort sprechen.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer.

Konflikte lösen mit Gewaltfreier Kommunikation

Dieser Schnupperkurs richtet sich an Menschen, die ihre Beziehungen ehrlicher und lebendiger gestalten möchten – auch (und vor allem) die Beziehung zu sich selbst. Es geht darum, mit anderen auszukommen, ohne dabei die eigenen Bedürfnisse zu verleugnen.

Gewaltfreie Kommunikation ist eine Gesprächsform und gleichzeitig eine innere Haltung. Sie ermöglicht es, in schwierigen Konfliktsituationen menschlich und mitfühlend zu bleiben, indem Wertschätzung sowohl für die eigenen, als auch für die Bedürfnisse anderer aufgebracht wird.

Oft erleben wir:

  • Sprachlosigkeit und Resignation in nahen Beziehungen
  • Schuldzuweisungen und Vorwürfe
  • Unverständnis zwischen Eltern und Kindern
  • Konkurrenzdenken und Sanktionen im Berufsalltag
  • Mangelnde Wertschätzung für unsere Arbeit

Die Gewaltfreie Kommunikation zeigt einen neuen Weg, mit Konflikten umzugehen: einen Weg jenseits von Urteilen, Selbstvorwürfen, Schuldgefühlen und faulen Kompromissen.

Im Schnupperkurs gibt Kursleiterin Inken Gritto einen ersten Einblick in die Haltung und in die Methode der Gewaltfreien Kommunikation. Beispiele aus dem eigenen Alltag sind willkommen.

Leitung: Inken Gritto, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation,
Systemische Beraterin/Coach, Sozialpädagogin

Termin: Samstag, 16. September 2017 von 14 – 19 Uhr (inkl. Pause)
Ort: Geschäftsstelle der DMSG, Eppendorfer Weg 154 – 156, 20253 Hamburg
Teilnehmerbeitrag: 40 Euro
Teilnehmerzahl: 8 – 10
Anmeldung: per Mail an info@dmsg-hamburg.de

Nur für DMSG-Mitglieder!

Selbsthilfegruppe: Ärzte mit MS in Hamburg

Mehrere Ärzte aus dem norddeutschen Raum treffen sich ca. alle drei Monate in Hamburg, um Informationen auszutauschen. Es geht darum, den individuellen Krankheitsverlauf der anderen kennenzulernen und eventuelle Gemeinsamkeiten, Hintergründe, Ursachen und die bislang durchlebten Therapieverläufe zu erörtern.

Ebenso werden die aktuellen medikamentösen Entwicklungen und komplementäre Verfahren diskutiert. Dazu kommt das große Feld psychosozialer Themen, rehabilitativer Verfahren und anderes mehr.

Ärzte aller Fachgruppen und Psychologen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und ihr Wissen einzubringen. Die Treffen finden in Hamburg-Mitte statt.

Die Gruppe soll auf die genannten Berufsfelder beschränkt bleiben, weil hier ja ein besonderer Kontext im Umgang mit der Erkrankung besteht, zum einen aus der Perspektive als Therapeut, zum anderen aus der als Patient. Vor diesem Hintergrund wird ein unvermittelt direkter, persönlicher und fachlicher Austausch erlebt.

Mitglieder der Gruppe haben schon mehrfach Artikel in Zeitschriften der DMSG  veröffentlicht und wollen dies gerne auch weiterhin bei interessanten Themen machen,
also auch nach außen wirken.

Falls Sie an einem der nächsten Treffen teilnehmen möchten oder Fragen haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an M.doc.S@gmx.de.

Wirkstoff Daclizumab: Sicherheitsbedenken

Derzeit läuft ein Artikel 20-Verfahren (Article 20 of Regulation (EC) No 726/2004) wegen Sicherheitsbedenken zum Wirkstoff Daclizumab bei der EMA (European Medicines Agency). Während die Überprüfung noch läuft, hat die EMA das zugelassene Anwendungsgebiet bereits aktualisiert und damit deutlich eingeschränkt:

Daclizumab darf ab sofort nur noch verwendet werden, wenn trotz ausreichender Behandlung mit mindestens einem anderen Basismittel der MS eine hochaktive schubförmige Erkrankung vorliegt oder wenn bei sich rasch entwickelnder schwerer schubförmiger MS ein anderes Basismittel nicht geeignet ist.

Aus der EMA-Mitteilung geht hervor, dass bei bestehender Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz Daclizumab jetzt kontraindiziert ist. Wenn neben der MS eine weitere Autoimmunerkrankung vorliegt oder Transaminasen beim Zweifachen der oberen Norm oder höher liegen, wird das Mittel nicht empfohlen. Transaminasen sind Enzyme, die in Zellen aller Gewebe und Organe in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen. Gehen die Zellen beispielsweise in der Leber zugrunde, sprich sterben sie ab, gelangen diese Enzyme in den Blutkreislauf. Ein gewisses Maß an Enzym im Blut ist völlig normal, gehen jedoch vermehrt Zellen zugrunde, kann eine erhöhte Konzentration im Blut gemessen werden, was diagnostisch auf eine mögliche Lebererkrankungen hinweist.

Vorsicht ist auch bei gleichzeitigem Gebrauch anderer hepatotoxischer Arzneimittel geboten. Vor sowie mindestens monatlich während der Therapie und bis zu vier Monate nach Absetzen muss jetzt neben den Transaminasen auch das Bilirubin überwacht werden. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und entsteht bei Auflösung/Zersetzung roter Blutkörperchen (Hämolyse) vorwiegend in Milz und Leber. Sind zu wenig rote Blutkörperchen im Kreislauf, kann es hier zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut) kommen. Patienten sollen über potenzielle schwere Leberschäden unter Daclizumab und wie sie zu erkennen sind aufgeklärt werden. Bei Zeichen oder Symptomen einer Lebertoxizität sollen sie sofort zum Leberspezialisten überwiesen werden.

Ärzte sollen umgehend bei allen Patienten, die derzeit Daclizumab verwenden, klären, ob diese Therapie noch angemessen ist.

Rote-Hand-Brief zu Daclizumab bei MS

Krankheitsbewältigung bei MS

Bei diesem Angebot handelt es sich um ein Gruppenprogramm für Neu- und Geringbetroffene. Es findet an fünf aufeinanderfolgenden Terminen statt, die von den beiden Psychologen Juliane Otto und Thorsten Schütze geleitet werden.

Ziele des Gruppenprogramms sind:

  • Erhaltung der Lebensqualität und Bewältigung der Diagnose
  • Umgang mit erlebten Veränderungen im beruflichen und privaten Umfeld
  • Stressbewältigung und Vermittlung von Strategien zum Umgang mit Erschöpfungszuständen (Fatiguemanagement)
  • Erhöhung der internen Kontrollüberzeugung und Verringerung der erlebten Hilflosigkeit
  • Reduktion von sorgenvollen Gedanken sowie Gefühlen von Depression und Hoffnungslosigkeit
  • Aufzeigen von Unterstützungsmöglichkeiten und Stärkung von Ressourcen

Das Gruppenprogramm richtet sich dabei an neu- und geringbetroffene MS-Patienten
(EDSS ≤ 3,5). Durch die Teilnahme an dem Gruppenprogramm haben Sie die Möglichkeit, Gleichbetroffene kennen zu lernen und sich auszutauschen.

Je nach Themenschwerpunkt der einzelnen Sitzungen stehen Erfahrungsaustausch und Diskussion, Informationsvermittlung und Übungen im Vordergrund.

Der Workshop ist kostenfrei und auch für Nicht-Mitglieder offen. Eine telefonische oder schriftliche Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung und Informationen: Tel. 040-422 44 33, Mail: info@dmsg-hamburg.de
Termin: 5 Termine, jeweils donnerstags ab 14. September bis 12. Oktober 2017,
19 bis 20.30 Uhr, die Teilnahme an allen Terminen ist wünschenswert.

Ort: Geschäftsstelle der DMSG, Eppendorfer Weg 154-156, 20253 Hamburg
Anmeldeschluss: 7. September 2017