Peer Counseling am 20. September 2016

BfB

Flyer zum Download

Am Dienstag, 20. Septenber, findet wieder unsere Beratung von Betroffenen für Betroffene statt.
Ort: UKE, Räume der MS-Sprechstunde, Martinistraße 52, Haus W 34. Zeit: 14 bis 16 Uhr.
Das Peer Counseling ist eine Einzelberatung und kann ohne Anmeldung besucht werden!

Weitere Informationen finden Sie unter Peer Counseling und im Flyer. Die nächsten Termine finden Sie hier.

Film „Multiple Schicksale“: Stellungnahme

Der Gesamtvorstand des DMSG Landesverbandes Hamburg hatte am 14. September 2016 Gelegenheit, den Film „Multiple Schicksale“ gemeinsam in voller Länge zu sehen und hat anschließend mit großer Mehrheit und anders als der DMSG Bundesverband beschlossen, diesen Film ausdrücklich nicht zu empfehlen.

Er hat sich vielmehr in Abstimmung mit dem DMSG Landesverband Nordrhein-Westfalen dessen nachstehende Stellungnahme zu eigen gemacht, die den Film mit ausführlicher, differenzierter Begründung als „nicht empfehlenswert“ einordnet:

Stellungnahme DMSG NRW

Offener Treff für junge Menschen mit MS

Der offene Treff findet ab sofort nicht mehr in unserer Geschäftsstelle, sondern im Bolero Rotherbaum statt: rotherbaum.bolerobar.de, das nächste Mal am 27. September 2016. Beim offenen Treff können Sie in lockerer Atmosphäre über die Fragen und Themen sprechen, die Sie gerade beschäftigen.

Zum Beispiel: Wie gehe ich mit der MS um? Wie kann ich mich gegenüber Angehörigen, Freunden oder dem Arbeitgeber verhalten, wenn es wegen der Erkrankung zu Schwierigkeiten oder Konflikten kommt? Weitere mögliche Themen: Aktuelle Therapien, Krankheitsverläufe der MS, Familienplanung, Ernährung und Sport. Profitieren Sie von den Erfahrungen und Gedanken der anderen und unterstützen Sie sich gegenseitig!

Wer will, kann Freunde, Partner oder Angehörige mitbringen. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin: Dienstag, 27. September 2016, 18-20 Uhr
Ort: Bolero Rotherbaum, Rothenbaumchaussee 78

Soziale Woche 2016 der BAG Harburg

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ veranstaltet die Behinderten Arbeitsgemeinschaft Harburg e.V.  Ende September in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern eine öffentliche Aktionswoche mit buntem Programm, Vorträgen und Informationsständen im Marktkauf-Center Harburg.

Die Veranstaltung wird am 28. September um 14 Uhr von der Schirmherrin der BAG Harburg, Frau Pröpstin C. Decke, eröffnet. Für den Bezirk Harburg spricht Dr. Wegner, Leiter des Fachamtes Gesundheit, und für die BAG Harburg der Vorstandssprecher Andreas Schmelt.

An vier Tagen informiert die BAG Harburg an Ständen im Erdgeschoss des Marktkauf-Centers Harburg mit folgenden themenbezogenen Schwerpunkten:

Am Mittwoch, 28. September geht es schwerpunktmäßig um sehbehinderte und blinde Menschen. Zudem informiert das Café Refugio über seine Arbeit mit Flüchtlingen.

Am Donnerstag, 29. September steht von 13 bis 17 Uhr ein HVV-Bus bereit um den Ein- und Ausstieg mit Rollator oder Rollstuhl zu üben. KISS  Hamburg (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) zeigt auf, welche Unterstützung es gibt, wenn man sich selbst helfen will.

Am Freitag, 30. September ist Tag der seelischen Gesundheit: Das BHH Sozialkontor stellt die Angebote, Treffpunkte und ambulanten Dienste im Bereich Harburg vor und informiert Angehörige psychisch Kranker über die Hilfsangebote für Betroffene und ihre Familien.

Am Sonnabend, 1. Oktober  beginnt das Programm früher, Sie können  bereits ab 11 Uhr zur Information und Beratung kommen.

Zeit: Mittwoch, 28. September bis Freitag, 30. September 2016 von 14 bis 18 Uhr, Samstag, 1. Oktober 2016 von 11 bis 16 Uhr
Ort: Marktkauf-Center Harburg, Seeveplatz/Seevepassage, 21073 Hamburg

Mehr über die BAG Harburg: www.bag-harburg.de.

Petition zur Beförderungspflicht für E-Mobile

Heute ist die Petition des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK), mit der ein genereller Beförderungsanspruch für Menschen mit Behinderung und deren Hilfsmittel gefordert wird, gestartet und kann unterzeichnet werden.
Seit Herbst 2014 häufen sich in Deutschland die Fälle, wonach Fahrer von Elektromobilen (E-Scootern) in Bussen oder Straßenbahnen ihrer regionalen Verkehrsbetriebe nicht mehr befördert werden. Immer häufiger werden auch Elektrorollstühle von der Beförderung ausgeschlossen.

Leidtragende sind viele Millionen Menschen, die aufgrund einer Körperbehinderung oder einer altersbedingten Mobilitätseinschränkung, auf die Nutzung ihrer Hilfsmittel in den Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe angewiesen sind. Ihnen wird damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verwehrt, was nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einer Diskriminierung entspricht.

Da es bislang keine bundeseinheitliche Regelung über den Umgang bei der Mitnahme von Elektromobilen und Elektrorollstühlen in Bussen und Bahnen gibt, besteht eine Rechtsunsicherheit.

Derzeit muss gegenüber jedem einzelnen Verkehrsbetrieb, der die Mitnahme von Elektromobilen ausgeschlossen hat, das Recht auf Mitnahme außergerichtlich und  gegebenenfalls gerichtlich durchgesetzt werden. Aufgrund der gegensätzlichen Interessenslagen, einerseits der Diskriminierungsschutz, andererseits die Sicherheits- sowie Haftungsfragen, wird es jedoch immer zu Einzelfallentscheidungen kommen. Eine einheitliche Rechtsprechung ist momentan nicht gegeben..

Ziel der Petition ist es, eine Beförderungspflicht auch für Elektromobile in Bussen und  Bahnen gesetzlich festzuschreiben und dass der Bundestag folgende Änderungen beschließt:

  • einheitliche gesetzliche Definitionen der Elektromobile
  • Festschreibung der Voraussetzungen für die sichere Beförderung von Elektromobilen
  • die Verpflichtung und Kontrolle zur Umsetzung von Barrierefreiheit durch die Verkehrsbetriebe

Um eine öffentliche Anhörung zu erreichen, benötigt der BSK 50.000 Unterzeichner innerhalb der nächsten 4 Wochen. Die Petition kann hier unterzeichnet werden: https://epetitionen.bundestag.de/…/…/_22/Petition_67303.html

Sommerfest für unsere Ehrenamtlichen

Am 19. August haben wir zum Sommerfest für unsere Ehrenamtlichen geladen.
Mit dieser Einladung bedanken wir uns jedes Jahr für das wertvolle Engagement dieser Menschen, das für viele Bereiche unserer Arbeit unverzichtbar ist.

Die Band „Swing on a String“ war unser musikalischer Gast und hat uns, unsere Gäste
(und unsere Nachbarn) zunächst drinnen, später wegen des perfekten Sommerwetters auch draußen, mit ihrem „traditional Gipsy Swing“ begeistert.
Bei Sonnenschein und Würstchen vom Grill blieb außerdem viel Zeit für Gespräche mit alten und neuen Bekannten. 

E-Scooter-Mitnahmeverbot: Klage in Kiel abgewiesen

Die Klage des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK)  gegen die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) wurde mit Urteil vom 12. August abgewiesen. Hintergrund war das von der KVG im Herbst 2014 ausgesprochene Mitnahmeverbot von Elektromobilen (E-Scootern) in den Fahrzeugen der KVG.

In Ihrer Urteilsbegründung sieht die Kammer grundsätzlich einen Anspruch auf Beförderung, einschließlich der Elektromobile. Jedoch seien die Sicherheitsinteressen aller Fahrgäste abzuwägen und gegenüber zu stellen, teilte die Pressestelle des Landgerichts mit und fügte hinzu „das Recht der Fahrgäste auf Schutz ihrer körperlichen Unversehrtheit geht diesem Anspruch vor“.

Die Kieler Verkehrsgesellschaft sei nach dem Urteil des Landgerichts nicht dazu verpflichtet, eigene Sicherungssysteme für Elektromobile in ihren Fahrzeugen zu installieren.

Das Gericht sieht jetzt die Aufgabe beim Gesetzgeber, entsprechende Vorschriften zu erlassen damit bundesweit einheitliche Sicherungssysteme in Bussen und Bahnen angebracht werden.

„Natürlich sind wir jetzt erst einmal enttäuscht, werden uns aber weitere Schritte vorbehalten“, betont Heike Witsch, ÖPNV-Expertin beim BSK. Für sie ist es jetzt der richtige Zeitpunkt die Politik und den Gesetzgeber in die Pflicht zu nehmen: „Wir bereiten gerade eine Petition vor, die zum Ziel hat, diesen diskriminierenden Beförderungsausschluss zu klären und Voraussetzungen zu schaffen, dass alle Menschen mit ihren Hilfsmitteln in ÖPNV-Fahrzeugen mitfahren können“.

Sehen Sie hier ein Interview mit unserem Mitglied Andreas Reigbert zum Urteil des Kieler Landgerichts: Schleswig-Holstein Magazin.