Umfrage zu Sport und körperlicher Aktivität bei MS

20. April 2017

Wie viel Bewegung haben Sie in Ihrem Alltag? Welchen Sport treiben Sie? Was motiviert, was hält Sie davon ab? Die MS-Ambulanz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sucht „Bewegungsmuffel“, „Durchschnittlich-Aktive“ und „Sportbegeisterte“ mit Multipler Sklerose, die diese und ähnliche Fragen beantworten.

Was ist das Ziel der Befragung?

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass sich regelmäßige körperliche Aktivität und Sport bei MS positiv auf die Lebensqualität, aber auch auf Fitness, Mobilität und Fatigue auswirken können. Gleichzeitig ist jedoch bekannt, dass Menschen mit MS noch weniger körperlich aktiv sind als die Allgemeinbevölkerung. Dies liegt einerseits an krankheitsspezifischen Hürden wie z.B. einer eingeschränkten Mobilität. Andererseits gibt es Hinweise, dass viele weitere Faktoren Einfluss nehmen, die nicht vom Grad der Beeinträchtigung abhängig sind. Ziel der Befragung ist es, diese Faktoren herauszufinden und ihren Einfluss auf die langfristige körperliche Aktivität von Menschen mit MS zu prüfen.

Bereits im Vorfeld der Studie haben die Hamburger Forscher etwa ein Jahr lang recherchiert, Experten befragt und mit MS-Erkrankten und Patientenvertretern gesprochen, um zu lernen, wie Menschen mit MS besser dabei unterstützt werden können, langfristig körperlich aktiv zu werden und zu bleiben.

Wer kann an der Umfrage teilnehmen?

Jeder volljährige Patient/jede volljährige Patientin mit einer diagnostizierten MS (alle Verlaufsformen) kann teilnehmen. Um das Ziel der Befragung zu erreichen, sind besonders auch Menschen zur Teilnahme aufgerufen, die momentan (noch) nicht körperlich aktiv sind oder sich selbst eher als „Bewegungsmuffel“ wahrnehmen. Wenn Sie keinen Sport treiben, was hält Sie davon ab? Fühlen Sie sich ausreichend unterstützt?

Regionale Zusatz-Umfrage: Auf welche Sportangebote können MS-Erkrankte an ihrem Wohnort zugreifen?

In Ergänzung zur Kernbefragung befasst sich eine Zusatzumfrage mit den praktischen Gegebenheiten vor Ort, z.B. Vielfalt der Sportangebote, Wege zu Sportstätten. Mithilfe dieser Daten soll eine Aufstellung der regionalen Versorgung mit Sportangeboten für Menschen mit MS erstellt werden, die auch für die Arbeit der DMSG-Landesverbände interessant sein kann. Die Entwicklung des regionalen Fragebogens wurde von der DMSG Hamburg und deren Selbsthilfebeirat aktiv unterstützt.

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