Beta-Interferone: Sicherheitsrelevante Informationen

1. September 2014

Vor möglichen Gefahren bei einer Therapie mit Beta-Interferonen gegen Multiple Sklerose warnte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Übereinstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Die Immunmodulatoren stehen im Verdacht, das Risiko für schwere Nierenschäden zu erhöhen.

Der Ärztliche Beirat der DMSG und das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) haben dazu eine Stellungnahme verfasst:

Aktuell wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berichtet, dass Fälle von sogenannter thrombotischer Mikroangiopathie, d.h. Verschluss kleinster Gefäße, und Nierenerkrankungen bei Interferon-beta-Therapie auftreten können. Anlass waren Meldungen, die teilweise bereits einige Jahre zurückliegen, insbesondere aus England, zu diesen Erkrankungen, einschließlich Fälle mit Todesfolge, mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Behandlungsbeginn.

Die Fachinformationen zu Interferon beta enthalten zum Teil bereits Angaben zu diesen Erkrankungen unter seltenen Nebenwirkungen. Die Frage, ob spezielle Zubereitungen von Interferon beta mit einer Häufung der sehr seltenen Nebenwirkungen verbunden sind, ist nicht geklärt.

Insgesamt ergibt sich trotz dieser Meldungen keine Änderung der Nutzen-Risiko-Bewertung von Interferon-beta-Präparaten, deren Sicherheitsprofil über mehr als 20 Jahre der breiten Anwendung bei der Multiplen Sklerose gut bekannt ist. Die aktuelle Information des BfArM allein gibt daher keinen Anlass eine wirksame und gut vertragene Interferon-Therapie abzubrechen. Allerdings sind regelmäßige, d. h. mindestens halbjährliche Verlaufskontrollen einschließlich Blut- und Urinuntersuchungen anzuraten, wie sie auch bei anderen immunmodulatorischen Medikamenten sinnvoll sind, insbesondere bei unklarem Fieber, neu aufgetretenem Bluthochdruck oder (verstärkten) Ödemen.

Folgende Interferon-beta-Arzneimittel sind zur Behandlung von Multipler Sklerose zugelassen:
• Avonex® (Interferon beta-1a)
• Betaferon® (Interferon beta-1b)
• Extavia® (Interferon beta-1b)
• Plegridy® (Peginterferon beta-1a)
• Rebif® (Interferon beta-1a)

Sie brauchen Unterstützung oder haben Fragen?

Wir als DMSG Hamburg möchten Ihnen gerne weiterhelfen. Kontaktieren Sie uns!

Weitere Informationen für Sie
Unser Ziel ist es, durch die gesteigerte Aufmerksamkeit eine Verbesserung der Lebens- und Versorgungsqualität für MS-Betroffene zu erreichen.

Ihre Spende hilft!

Unsere Arbeit ist ohne regelmäßige Spenden von Privatpersonen und Firmen nicht möglich, denn wir erhalten keine öffentlichen Zuschüsse.

Mitglied werden!

Als Mitglied können Sie von unseren vielfältigen Angeboten profitieren und stärken gleichzeitig die Gemeinschaft der Menschen mit MS.

Beratung!

Wir beraten Sie persönlich, telefonisch und per Mail zu all Ihren Fragen rund um das Leben mit MS. Sprechen Sie uns gerne an!
 

ADRESSE

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
Landesverband Hamburg e.V.
Eppendorfer Weg 154-156
20253 Hamburg
Telefon: 040-422 44 33
Telefax: 040-422 44 40
E-Mail: info@dmsg-hamburg.de

Spendenkonto

DMSG Landesverband Hamburg e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:  DE41 2512 0510 0009 4669 00
BIC: BFSWDE33HAN

Geschäftskonto

DMSG Landesverband Hamburg e.V.
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE63 2005 0550 1011 2461 11
BIC: HASPDEHHXXX

Folgen Sie uns