DMSG Hamburg


Unser Angebot und unsere Arbeit setzen sich unter anderem zusammen aus:

• der Beratung von Betroffenen
• Hausbesuchen bei MS-Betroffenen und ihren Familien
• Seminaren und Workshops
• der Herausgabe unserer Mitgliederzeitschrift „GEMEINSAM“
• Informationsveranstaltungen
• der Schulung und Begleitung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter

Wir schaffen Aufmerksamkeit für die Multiple Sklerose in der Öffentlichkeit und sind sehr darum bemüht, allgemein verbreitete Vorurteile und Missverständnisse im Zusammenhang mit dieser Erkrankung auszuräumen.

Unser Ziel ist es, durch die gesteigerte Aufmerksamkeit auch eine Verbesserung der Lebens- und Versorgungsqualität für MS-Betroffene zu erreichen.

Sie erhalten bei uns die aktuellsten Informationen aus der Forschung, zu neuen Behandlungsmethoden, sowie zu relevanten Gesetzesänderungen.

Wir bieten regelmäßig diverse Informationsveranstaltungen mit Experten an. Vierteljährlich erscheint unsere Mitgliederzeitschrift, in der Sie Informationen zu aktuellen Entwicklungen, interessanten Ereignissen und hilfreiche Tipps für das tägliche Leben finden.

Unser Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.

Mitgliedschaften der DMSG Hamburg:

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.
Sozialverband VdK Hamburg e.V.

Schirmherr:

Prof. Dr. h.c. Jürgen Flimm

Aufgaben der DMSG – bundesweit

Eine bundesweit optimale sozialmedizinische Betreuung und Versorgung MS-Erkrankter und eine Intensivierung der Forschung, damit diese Krankheit eines Tages heilbar wird, sind die Herausforderungen der DMSG jetzt und in der Zukunft.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss sichergestellt sein, dass der Spendenfluss nicht abreisst. Dabei hilft der DMSG ihr positives Bild in der Öffentlichkeit.

Der Name der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft steht für Integrität, Seriosität und die beständige, aktive Hilfe für Menschen, die an MS erkrankt sind. Nicht umsonst belegt die DMSG im Spendenmonitor seit Jahren eine führende Position. Dieser Eindruck wird auch durch die breite Unterstützung bestätigt, die die DMSG von bekannten Persönlichkeiten als Schirmherren und Förderer erhält.

 


Jahresbericht

Geschichte

1982 Margrit Gräfin von Schweinitz, die seit 1969 die Hamburger MS-Kranken als “Ein-Frau-Betrieb” des Bundesverbandes begleitet hatte, gründet im Februar mit 13 Mitstreitern die DMSG Hamburg als selbständigen Landesverband. Erster Schirmherr Bürgermeister Weichmann, erster Vorsitzender Kurt Lindemann.
1983 “Die Gräfin” organisiert mit Anzeigen im Hamburger Abendblatt einen Besuchsdienst für MS-Kranke in Hamburg. Erste Geschäftsräume als Untermieter beim Reichsbund in der Fruchtallee.
1985 Mit einer Erbschaft wird eine Ladenwohnung am heutigen Standort, Eppendorfer Weg 154, erworben, zur Geschäftsstelle umgebaut und eingerichtet. Erstmals gibt es ein einseitiges Hamburger Mitteilungsblatt. Einleitung: “Liebe Hamburger,wer von Ihnen möchte wöchentlich einmal besucht werden?” Die DMSG mit vielen Helfern erstmals auf der Messe “Du und Deine Welt”.
Erstes Treffen aller Hamburger Selbsthilfegrupen im großen Kreis. Yoga-Seminar in den Praxisräumen eines Hamburger Arztes.
1986 Telefonberatung für Betroffene und Angehörige an jedem Mittwoch. Sportgruppen mit Schwimmen und Kegeln, Gemeinschaftsveranstaltungen wie Kaffeefahrt und Ausflüge.
1987 Gründung einer Redaktionsgruppe für das Hamburger Mitteilungsblatt. Titelvorschläge: “Meine Seiten,Wir, Brücke, Hallo, Fingerzeig, Gemeinsam”.
1988-1992 1988 Neue Vorsitzende wird die Ärztin Frau Professor Dr. Marianne Fritsch. 1991 Ein Fahrdienst mit einem VW-Bus wird eingerichtet. 1992 Neuer Schirmherr wird der Rechnungshofpräsident Dr. Harald Schulze.
1995 Der Hamburger Oberfinanzpräsident Dr. Hans de la Motte übernimmt den Vorsitz. Segelregatta mit MS-Kranken nach und rund um Helgoland auf der von Sponsoren gecharterten englischen Segelyacht “Multiple Challenge”.
1996 Die Stadt Hamburg stellt endgültig ihre finanziellen Zuwendungen ein, zuletzt 1995 noch 5.000 DM. Erstes Treffen junger MS-Betroffener, danach viele Jahre sommerlicher Brunch. Dichterlesung mit Will Quadflieg und Katharina Matz zur Mitgliederversammlung.
1997 Ein Testament und große und kleine Spenden ermöglichen den Erwerb des Nachbarladens und rechtzeitig zum 15-jährigen Jubiläum den Um- und Ausbau der Geschäftsstelle zu unserem heutigen Treffpunkt und Beratungszentrum. Erstes MS-Symposium in Hamburg für Neurologen, andere Ärzte und verwandte Heilberufe. Plakataktion mit Will Quadflieg in allen Hamburger U-Bahnen.
1998 Wanderausstellung “So erleben Kinder Multiple Sklerose” mit Karl-Heinz Söhler.
1999 Gründung des Ärztlichen Beirats mit MS-Experten verschiedener Arbeitsbereiche.
2001 Therapeutisches Reiten (Hippotherapie) für MS-Kranke für mehr als 100 Betroffene, fortlaufend bis heute. Beginn der jährlichen Segeltörns für wagemutige MS-Kranke auf der Fortuna. Gründung des Förderkreises “Gemeinsam” zur materiellen und ideellen Unterstützung der DMSG Hamburg.
2002 Erstes MS-Forum für Betroffene und Angehörige im Albertinenhaus. Gründung der MS-Stiftung Margrit Gräfin von Schweinitz zur Aufnahme und Sicherung größerer Vermögenszuwendungen. Der Ultramarathonläufer Achim Heukemes läuft für die DMSG 1000 Meilen um die Alster.
2003 Das Schauspiel “Duett für eine Stimme” über eine von MS betroffene Violinistin mit Benefizvorstellung im Winterhuder Fährhaus.
2004 Das MS Netz Hamburg, eine Initiative der DMSG, geht an den Start. Erste 7-tägige Freizeit im Sporthotel Rheinsberg in Brandenburg. Neuer Schirmherr wird Prof.Dr. h.c. Jürgen Flimm.
2005 Verabschiedung unserer Geschäftsführerin Christel Hartlef nach 17 Jahren intensiver und erfolgreicher Tätigkeit für die DMSG. Neue Geschäftsführerin wird Andrea Holz. Gründung der psychologischen Beratungsstelle mit MS-erfahrenen Psychotherapeuten.
2006 Erstmals Einstellung eines zweiten Zivildienstleistenden. Benefizkonzert des Förderkreises in der Wandsbeker Christuskirche.
2007 Die DMSG Hamburg feiert ihr 25-jähriges Jubiläum!
2009 Dr. Hans de la Motte tritt nach 14 engagierten Jahren als Vorsitzender zurück. Der bisherige Schatzmeister Dr. Dierk Mattik wird neuer Vorsitzender. Im November erhält Dr. Hans de la Motte den Käte-Hammersen-Preis für seinen großartigen Einsatz für MS-Betroffene.
2010 Am Welt MS Tag, 26. Mai, eröffnen wir unsere neuen Räume im Eppendorfer Weg 156
2011 Die Wehrpflicht wird abgeschafft, die DMSG Hamburg verabschiedet sich zum letzten Mal von ihren Zivildienstleistenden. Kurz darauf werden die ersten beiden Bundesfreiwilligen eingestellt.
2012 Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes können wir zum ersten Mal eine Frau für unseren Fahrdienst einsetzen. Prof. Dr. Christoph Heesen, Leiter der MS-Ambulanz an der Uniklinik Eppendorf, wird Vorsitzender unseres Ärztlichen Beirats.
2013 Als neues Angebot haben wir „Jobcoaching bei MS“ in die Beratungspalette aufgenommen. Zum ersten Mal bestreiten zwei Bundesfreiwillige über 60 den Fahrdienst bei der DMSG in Hamburg.
2014 Wir erhalten zusammen mit den anderen norddeutschen Landesverbänden den Zuschlag für die NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland. Eine große Anzahl von Beiträgen wird produziert und gesendet, insgesamt 1.164.297,30 Euro werden gespendet und unter den vier Landesverbänden aufgeteilt.
2016 Der bisherige Vorsitzende Dr. Dierk Mattik und der Schatzmeister Uwe Bär treten nach acht bzw. sieben engagierten Jahren zurück. Dr. Dierk Mattik wechselt als Schatzmeister zum Bundesverband. Nachfolger werden der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dr. Ludwig Linder, Dr. Jörg Schlüter wird neuer Schatzmeister.

Satzung

Leitlinien

Unsere Leitlinien für die Zusammenarbeit mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie:

I. Präambel

Die Entwicklung neuer Medikamente führt zunehmend zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen der DMSG auf Landesverbandsebene und der pharmazeutischen Industrie.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit ihren Gliederungen begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und bietet den pharmazeutischen Firmen eine partnerschaftliche Kooperation an.

Dabei muss die finanzielle und inhaltliche Unabhängigkeit der DMSG auf allen Ebenen gewährleistet bleiben. Grundlage der Unabhängigkeit sind diese Leitlinien für Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie.

Wir sehen in deren Einhaltung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der selbständigen Arbeit auf Landesverbandsebene der DMSG.

II. Allgemeine Grundsätze

Die DMSG ist Interessen- und Fachverband, Selbsthilfe- und Betreuungsorganisation. Sie erbringt außerdem spezifische Dienstleistungen für MS- Erkrankte, ihre Familien und alle mit der Behandlung und Betreuung befassten Berufsgruppen.

In allen Bereichen der Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie muss daher die DMSG unabhängig bleiben und die volle Kontrolle über die Inhalte der Arbeit behalten:

  • Die DMSG nimmt finanzielle Unterstützung der Pharmafirmen entgegen, die diesen jedoch kein Recht der Einflussnahme auf die Inhalte von Informationsmaterialien und Veranstaltungen einräumt.
  • Die DMSG wird keine Zusammenarbeit akzeptieren, die die Gemeinnützigkeit des Landesverbandes gefährdet.
  • Informationen über Medikamente oder klinische Studien werden von der DMSG nur veröffentlicht, wenn sie von unabhängigen Personen (z.B. Mitgliedern des ärztlichen Beirates) verfasst oder freigegeben wurden.
  • Veranstaltungen in der Trägerschaft der DMSG für Patienten (MS-Betroffene) und Angehörige, Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte werden ausschließlich durch die DMSG durchgeführt. Eine finanzielle Unterstützung von Seiten der Pharmafirmen muss nach o.g. Grundsätzen abgewickelt werden.
  • Dabei obliegt der DMSG die vollständige Kontrolle über Inhalte, Auswahl von Referenten, Teilnehmern und Gestaltung von Veranstaltungsprogrammen sowie die finanzielle und organisatorische Abwicklung.
  • Die DMSG Hamburg verpflichtet sich, alle Zuwendungen der Pharmaindustrie nach den gesetzlichen Bestimmungen in ihr Rechnungswerk aufzunehmen.

III. Verwendung von Namen und Logo der DMSG

Eine Verwendung des am 21.08.1995 unter der Urkundennummer: 2911 413 warenzeichenrechtlich eingetragenen Logos und des Namens darf in Hamburg nur mit ausdrücklicher Zustimmung der DMSG Hamburg erfolgen.

Das DMSG-Logo darf nur für Materialien verwendet werden, die von den Gremien der DMSG freigegeben worden sind. Dasselbe gilt für das Logo des MS-Netzwerkes Hamburg. Eine Verwendung des Namens und des Logos der DMSG scheidet aus, wenn Materialien ausschließlich bei den Pharmafirmen hergestellt und inhaltlich konzipiert wurden.

Soll in der öffentlichen Darstellung die Zusammenarbeit mit der DMSG durch das Logo herausgestellt werden, muss die Mitsprache und Mitentscheidung der DMSG durch eine angemessene Vorlaufzeit (in der Regel 8 Wochen) gewährleistet sein.

IV. Veranstaltungen – Informationsveranstaltungen und Fortbildung für Patienten und Angehörige – Symposien und Ärztetagungen

Grundsätzlich werden unter der Trägerschaft der DMSG Veranstaltungen des DMSG Landesverbandes nur in eigenständiger Regie organisiert. Daraus folgt, dass die

  • Festlegung der Inhalte (Themen)
  • Terminierung
  • Bestimmung des Veranstaltungsortes
  • Auswahl von Referenten
  • Einladung und Leitung der Veranstaltung
  • Organisation und Abrechnung

ausschließlich der DMSG obliegt.

Bei der Festlegung der Inhalte und der Auswahl der Referenten achtet die DMSG darauf, dass die Sachverhalte objektiv dargestellt und behandelt werden. Dies schließt eine einseitige Darstellung zugunsten eines bestimmten Unternehmens, einer Therapie oder eines Produktes, grundsätzlich aus. Die Behandlung medizinischer Themen bei Patientenveranstaltungen erfolgt ausschließlich unter Berücksichtigung der Empfehlung des ärztlichen Beirates der DMSG Hamburg. Referenten, die bei einer Herstellerfirma angestellt sind, werden nicht eingesetzt.

Honorare für Referenten der Veranstaltungen der DMSG werden von der DMSG festgelegt. Eine direkte Bezahlung durch die Pharmafirmen wird nicht akzeptiert.

Die o.g. Informationsveranstaltungen und Ärztetagungen der DMSG können durch Spenden gefördert werden. Mit der Förderung dürfen keinerlei Auflagen im Hinblick auf Inhalte oder Referenten verbunden sein.

Auf die Förderung kann in der Einladung mit dem Hinweis. „Wir danken für die finanzielle Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung… durch….“ aufmerksam gemacht werden.

Informationsmaterialien Dritter, z.B. von Pharmaunternehmen oder Sanitätshäusern, können getrennt von der Information der DMSG ausgelegt werden. Mit der Auslegung ist keine Empfehlung der DMSG verbunden.

V. Schlussbestimmungen

Diese Leitlinien hat der Vorstand der DMSG Hamburg am 28.11.2007 beschlossen.